Dieser Artikel erscheint zu einem Zeitpunkt, den ich mir anders vorgestellt habe. Die Webseite ist überarbeitet und neu lanciert. Das Jahr hat gut begonnen und ich durfte mich über viele eindrückliche und fruchtbare Begegnungen freuen. Nun sind wir alle an einem anderen Punkt. Eine Krise? Ich wage es zu bezweifeln.

Ich glaube daran, dass wir uns in einer Zeit zwischen den Zeiten befinden, in der viele Chancen liegen. Vor allem die Chance, in der entstehenden Langsamkeit mehr auf sich selbst zu hören. Was will ich tun auf meinem beruflichen Weg – in meinem Alltag, für meine Gemeinschaft, für die Welt?

Was möchte ich als Unternehmer, als Führungskraft bewirken? Business Coaching unterstützt Führungskräfte in ihrer Rolle und im Leben ganz allgemein genau jetzt, an diesem Punkt, in dieser Zeit.

 


 

Meiner Biographie habe ich es zu verdanken, dass ich mir diese Gedanken vor ein paar Jahren das erste Mal machen durfte. Nachdem ich vor etwas mehr als zwei Jahren den Entscheid getroffen habe, mich nach den Jahren als Kommunikationsleiter in Unternehmen und in der Kommunikationsberatung auf Agenturseite in Richtung Coaching und Organisationsberatung zu entwickeln, komme ich an einen Punkt, wo viele der Zahnränder ineinander greifen.

Die letzten Jahre waren eine faszinierende Reise. So vieles durfte ich lernen und schon einiges davon an meine Klientinnen und Klienten weitergeben. Ich habe in der Systemik ein Zuhause gefunden und die grosse Passion für ein integrales Denken entdeckt. Was das genau bedeutet, darauf gehe ich in meinen nächsten Artikeln ein. Für jetzt ist wichtig:

Passion Coaching

Es berührt mich immer wieder tief, Menschen und Unternehmen auf ihrem Weg mit Beratung und Coaching begleiten zu dürfen –  Impulse zu geben und zu sehen, wie dank dem Nutzen eigener Ressourcen Entwicklungen erfolgreich gelingen. Und genau das ist es, was Coaching tut: Es macht Menschen selbst-wirksam. Wirksam zu sein ist in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit essentiell für uns alle – für Führungskräfte ganz besonders.

Wir sind eingeladen zu tun, was in unserer Möglichkeit steht. Wir können die gegebene Situation anzunehmen, neu zu bewerten und damit für positiven Wandel nutzen. Wir können jetzt Chancen erkennen und schliesslich Wege gehen, die zuvor noch im Dunkeln lagen.

Diese Power von Coaching durfte ich selbst erfahren: Heute das tun zu können, was ich mir wünsche ist nicht zuletzt Resultat eines langen Coaching-Prozesses, den ich für mich durchlaufen bin. Ich konnte meine Stärken erkennen und mir eine Aufgabe kreieren, die mir erlaubt diese zu nutzen.

Doch wie gelingt uns dies in der aktuellen Situation? In unserer Welt, die von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt ist suchen Unternehmen und Führungskräfte Orientierung. Und um Orientierung zu finden, um an der der Weg-Gabelung mögliche Wege in die Zukunft zu finden, brauchen wir Klarheit. Coaching schafft diese Klarheit. Sie ist die Voraussetzung für jede Entwicklung und damit grösster Nutzen von Coaching. Zu dieser Klarheit möchte ich als Business Coach meinen Klientinnen und Klienten verhelfen.

So viele Coaches…ist der Titel «Coach» geschützt?

Wir streben danach, an uns zu arbeiten, uns zu entwickeln um besser zu arbeiten und besser zu leben – nach unseren eigenen, ganz individuellen Kriterien. Orientierung fällt dabei immer schwer. Denn: Der Nebel ist dicht und der Titel «Coach» ist nicht geschützt. Coach kann man sich nennen. Sucht man nach Möglichkeiten für eine Begleitung, ist man schnell überfordert. Wo Coaching einst ein Schatten-Dasein fristete, wurde heute daraus eine ganze Coaching-Industrie – eine der grossen Erscheinungen unserer Zeit. So gibt es so viele Coaches wie es Menschen als Suchende gibt.

Im völligen Überangebot halten wir uns oft an die Grössen in Business, lesen deren Ratgeber, gehen auf Retreats und testen die unterschiedlichsten Ansätze. Darin streben wir weiter und weiter und visualisieren unsere Ziele. Doch wozu tun wir dies? Von welchem Punkt aus handeln wir? Diese Frage ging mir in meiner Entwicklung immer wieder durch den Kopf und vielen dürfte es ähnlich gehen. Diese Frage ist auch eine, die nur wir für uns selbst beantworten könnten. Kein Experte, kein Guru, kein Ratgeber-Gott wird uns dabei helfen können.

Als Antwort auf die Frage wozu ich tue, was ich tue erkannte ich: Ich liebe Klarheit. Ich freue mich, oft vielleicht ein wenig spitzbübisch, darüber Klarheit in einer Situation schaffen zu dürfen. Und das habe ich mir zur Aufgabe gemacht: Ich unterstütze Menschen und Organisationen darin, in ihren jeweiligen Situationen zu mehr Klarheit zu finden. Eine Klarheit, die erlaubt Optionen zu erkennen, andere Perspektiven einnehmen zu können und Erkenntnisse zu gewinnen.

Kurzum habe ich mit «Shift to Clarity» diesen persönlichen «Purpose» zum Brand gemacht. Klar ist damit auch meine Positionierung: Ich möchte Führungskräfte an der Schnittstelle von Arbeits- und Privatleben in ihrer Entwicklung begleiten. Den Fokus lege ich dabei auf das Arbeiten, oder das, was wir darunter verstehen. Und das ist vielleicht ein Unterschied zum Life-Coaching.

Was macht ein Business Coach?

Allein schon unter «Coaching» kann man das Unterschiedlichste verstehen. «Business Coaching» ist auch nicht wirklich klarer. Was ist denn Business Coaching und was macht ein Business Coach? Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Jeder hat seine eigene Wahrheit – Wirklichkeit ist immer konstruiert. Wir können immer nur sagen, was wir denken. Was sich unsere Gegenüber dabei denken ist eine ganz andere Geschichte. So gibt es auch keine allgemeingültige Definition von Business Coaching und keinen klaren Rahmen, was darunter zu verstehen ist und was nicht.

Für mich bedeutet Business Coaching, in der Begleitung den Fokus auf unser Arbeiten, auf die berufliche Rolle und das System des Arbeitsumfeldes zu legen. Mit der Arbeit kommen Aufgaben, die wir uns selbst geben oder zu erfüllen haben. Wir gehen einer Aufgabe nach – ob in einem Angestellten-Verhältnis im Unternehmen oder als Selbstständige.

Mit dieser Aufgabe versuchen wir ein Einkommen zu kreieren, das uns erlaubt ein – in unserer jeweiligen Definition – gutes Leben zu leben. «Business» meint Geschäft. Wie ge-schäften, be-schäftigen uns mit einer Aufgabe. In der Erfüllung dieser Aufgabe erkennen wir – idealerweise – Sinn. Und das ist für mich der Kern von «Business», losgelöst von allen Konnotationen und Bildern, die wir davon haben mögen.

«Purpose» – Modebegriff oder ist was dran?

Womit wir bei einem essentiellen Punkt sind: Der Sinn, den wir in unserem Arbeiten sehen – ob als Selbstständige, Unternehmer oder Führungskräfte. Die Geschichte vom Purpose ist keine neue. In einer der möglichen Übersetzungen als «Sinn» oder «Zweck» ist der Begriff inflationär gebraucht und bestimmt längst überstrapaziert.

Vielleicht sind wir nun an einem Punkt, wo die Sinn-Orientierung wieder etwas aus der Ecke der Spiritualität, oder wertend ausdrückt, gar der Esoterik hervortreten darf. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt als Führungskraft innezuhalten und sich zu überlegen:

 «Warum und wozu tue ich, was ich tue?» 

Das «Warum und Wozu» zeigt die Mehrdeutigkeit eines Begriffes, der bei Diskussionen um Purpose meist fällt: Das WHY. Dieses WHY stammt aus dem Golden Circle Modell von Simon Sinek, das den meisten hinlänglich bekannt sein dürfte, weil es ebenso inflationär die Runde macht.

Doch ich bin überzeugt: Wenn man genau hinschaut und das WHY in seinen Facetten entdeckt, liegt hier viel Potential verborgen. Die Deutsche Sprache lässt uns die schöne Möglichkeit, das WHY des Englischen auf zwei Arten zu verstehen: Die eine Dimension ist jene des Warums. Das Warum richtet sich in die Vergangenheit. Wie ist es dazu gekommen? Warum habe ich begonnen zu tun, was ich heute tue? Das ist der eine Aspekt. Hierin finden wir ein solides Fundament für unser tägliches Tun.

Der zweite Aspekt ist das «Wozu». Und da wird es wirklich interessant. Was wollen wir erreichen mit unserem Arbeiten und Wirken? Wozu möchten wir beitragen? Darin liegt auch die interessante Frage, ob ich etwas für mich oder die Anderen tue – und das ganz wertungsfrei.

Die zwei weiteren Aspekte des Golden Circle’s von Sinek sind das HOW und das WHAT. «How» meint dann, wie ich etwas tue – mit welchen Werkzeugen, Dienstleistungen, Handlungen im ganz Allgemeinen. Im Speziellen aber auch auch, mit welchen Werten, welcher Haltung und als Organisation mit welcher Kultur (für Unternehmen) ich handle. Das WHAT als dritte Dimension meint dann das Produkt, das in unserer Aufgabe, mit unserem Handeln – durch unser Business entsteht.

business coaching bild

Alle der drei Dimensionen eignen sich nicht nur für Strategie-Überlegungen von Unternehmen, sondern ebenso gut als Ansatzpunkte in einem Business Coaching für Führungskräfte. Das Denkmodell ist auch deshalb wertvoll, weil es uns aufzeigen kann, wie wir erfolgreich authentischer werden können. Denn: Die Authentizität kommt ganz von alleine, wenn diese drei Dimensionen miteinander in Einklang stehen.

Fragen im Coaching können also sein: Tue ich wirklich, was ich tun möchte? Trage ich bei, was ich beitragen möchte? Tue ich das mit den für mich passenden Mitteln oder habe ich mich eine Situation gebracht, in der ich etwas auf eine Art und Weise tun muss, die mir nicht entspricht? Und biete ich letztlich etwas an, das für die Menschen relevant ist –  etwas, das echte Bedürfnisse befriedigt? Fragen, die uns auf dem Weg zur Authentizität gute Begleiter sind. Und damit immer wieder auch tolle Themen für ein Coaching. Doch wie unterstütz einem ein Coach darin?

Was macht ein Systemischer Business Coach? 

Der Begriff Coaching lässt sich auf so viele verschiedene Arten definieren. Meinen wir den Fussball-Coach? Meinen wir den Experten, der weiss wie es geht und andere darin anweist, das Ziel zu erreichen? Eines ist klar: Unser Leben ist und Arbeiten ist komplexer als ein Fussball-Spiel. Und so ist ein Systemischer Business Coach auch nicht mit einem Team-Coach zu vergleichen.

Er bezieht die Systeme, in denen wir alle unterwegs sind in das Coaching mit ein. Die verschiedenen Umfelder, in denen wir uns bewegen sind eng miteinander verflochten. Wenn wir an der einen Stelle an einer Schraube drehen, wird sich immer irgendwo in unserem Leben – bei uns selbst oder bei anderen – eine Wirkung zeigen. Und das meint «systemisch»: Wie jeder Organismus leben wir in Systemen, die sich gegenseitig beeinflussen. Und das sollte bei einem Coaching berücksichtigt werden.

Der Coach ist nicht der Experte

Wie soll ich in dieser komplexen Geschichte als Coach also wissen, welcher Faden wo befestigt ist und was ausgelöst wird, wenn der Coachee daran zieht? Das Leben ist keine exakte Wissenschaft. Und weil es keine Wissenschaft ist, gibt es auch keine Experten. Es gibt nur uns selbst – samt Kopf und Herz. Wir haben unseren ganz eigenen Blick auf die Welt. Es gibt kein objektives «richtig» und «falsch».

Wozu kann ein Coach also gut sein? Er kann ein guter Wegbegleiter sein. Er kann etwas in einem sehen, was man selbst noch nicht siehst. Er kann Ihnen helfen, das eigene Potential zu erkennen und die Schätze zu bergen.

Im Systemischen Business Coaching trage ich als Coach Verantwortung für den Prozess und einen sicheren Rahmen. Ich stelle die passenden Fragen, gebe Impulse und lade zu neuen Perspektiven ein. Die oder der Coachee entwickelt dann selbst einzigartige Antworten. Solche, die zu ihr oder ihm und dem jeweiligen Kontext am besten passen.

Ressourcen-orientierte Haltung: Stärken stärken!

Für viele hat Coaching auch einen therapeutischen Beigeschmack. Therapeutisch in dem Sinne, als dass da Schwachstellen sind, die es zu «heilen» gibt. Das würde im Umkehrschluss heissen, dass der Coachee nicht gesund ist. Wir wissen ja, wie es sich verhält mit der Aufmerksamkeit und ihrer Energie: Wenn man den Fokus auf die Schwächen legt wird, fliesst auch die Energie dahin.

Der Mensch besitzt enorme Ressourcen, um das Leben erfolgreich zu meistern. Die Antworten auf die Herausforderungen des Lebens finden wir in uns. Darauf dürfen wir vertrauen. Diese Ressourcen gilt es zu finden , zu nutzen und zu stärken. Voraussetzung dafür ist die gute Verbindung zu uns selbst. Finden wir Zugang zu unseren un- und unterbewussten Ressourcen, bergen wir einen enormen Schatz. Damit wir unsere Stärken nutzen können, brauchen wir Klarheit. Dank ihr erkennen wir, welchen Beitrag wir im Leben leisten möchten. Dank unserer Klarheit können wir uns erfolgreich auf das konzentrieren, was für uns wirklich sinnvoll ist.

Voller Fokus auf die Lösung und Ihre Ressourcen

Im lösungsorientierten Business Coaching suchen wir nicht nach diesen Schwachstellen. Solche, die vielleicht der Vergangenheit liegen und somit als Ursache festgemacht werden könnten. Wir suchen in dem Sinne keine Schuldigen.

Wir sprengen das gängige Verständnis von Ursache und Wirkung und akzeptieren, dass das Arbeiten und Leben einfach zu komplex ist, als dass die Geschichte so einfach funktionieren könnte. Das ressourcen- und lösungsorientierte Coaching legt das Augenmerk auf die verborgenen Schätze. Auf jene Ressourcen, die in uns allen schlummern. Eine der stärksten Ressourcen, die wir haben können ist Klarheit über unser WHY, auf das ich oben kurz eingegangen bin. Das kann eine tolle Dynamik entfachen.

Ist die Klarheit im Innern vorhanden, fokussieren wir uns im Business Coaching konsequent auf das jeweilige Ziel. Welche Wege gibt es darin?

Wirksam und beweglich werden: Handlungs-Optionen erweitern

Es gibt immer viele Weg an ein Ziel. Wichtig ist die Möglichkeit, wählen zu können. Wenn wir mehrere Optionen haben, dann verschaffen wir uns Raum. Es macht ganz einfach wesentlich mehr Spass, ein ganzes Spielfeld vor sich zu haben als mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Diesen Spielraum brauchen wir, damit wir uns frei fühlen können. Und wenn wir uns frei fühlen, können wir gute Entscheidungen treffen. Im Coaching geht also darum, gemeinsam die Handlungs-Optionen zu erarbeiten und – wo immer möglich – zu vervielfältigen.

Diese Optionen werden dann auch durchgedacht und durchgespielt. So können ganz neue Perspektiven auf eine Sache eingenommen werden. Und aus einer neuen Perspektive sieht jede Sache auch wieder anders aus. In einer neuen Perspektive gelingt es, neu zu bewerten. Und mit diesen neuen Bewertungen kann der Coachee nachhaltig für sie oder ihn stimmige Entscheidungen treffen.

Ziel: Selbstwirksamkeit steigern

Das Schöne am Coaching ist, dass schon wenige Sessions zu bestimmten Themen plötzlich auch viel Bewegung in andere Themen in Arbeiten und Leben bringen. Erkennt man einmal seine Ressourcen und erarbeitet man sich Optionen, entstehen mit dem einmal geschöpften Potential für alle Bereiche neue Möglichkeiten.

Oft braucht es den Coach als Begleiter dann nicht mehr, weil man selbst wirksam wird. Und genau das ist das Ziel von Coaching. Wer zunehmen selbstwirksam wird, der wird mutiger, kreativer und innovativer. Die beste Basis für Erfolg – nach welchen Kriterien auch immer.

Um was geht es in einem Systemischen Business Coaching? Typische Themen von Business Coaching für Führungskräfte

  • Optionen entwickeln und Spielraum vergrössern
  • Entscheide durchdenken
  • Die berufliche Entwicklung vorantreiben
  • Die eigene Wirkung in den Blick nehmen
  • In die Präsenz kommen und authentisch handeln
  • Neue Perspektiven einnehmen und Situationen neu bewerten
  • Für Unternehmen: Mitarbeitende in ihren Aufgaben unterstützen

Haben Sie Lust bekommen, die Gunst der Zeit erfolgreich zu nutzen? Jetzt lässt sich der Wandel besser entzünden denn je. Ich freue mich auf Sie.

Author donatusg

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